Der Volkssolidarität Stadtverband Chemnitz e.V. wurde 1990 als gemeinnütziger Verein gegründet. Geführt wird der Verein von einem alle 4 Jahre demokratisch gewählten Vorstand. Er ist ein Mitgliederverband, der überwiegend von Bürgern im höheren Lebensalter getragen wird. Neben einer regen ehrenamtlichen sozial-kulturellen Betreuung der Mitglieder kümmern sich die hauptamtlichen Mitglieder um die Versorgung, Betreuung und Bildung von Kindern sowie kranken, alten und bedürftigen Bürgern.

Die Volkssolidarität ist eine eigenständige, gemeinnützige Wohlfahrtsorganisation, die parteipolitisch und konfessionell unabhängig ist. Sie ist für alle offen, die sich dem humanistischen Werteverständnis des Verbandes verpflichtet fühlen.

Das heutige Wirken der Volkssolidarität als Sozial- und Wohlfahrtsverband umfasst drei Bereiche:

Mitgliederverband

Die Mitglieder der Volkssolidarität sind basisdemokratisch in Mitgliedergruppen organisiert. Die Mitgliedergruppen pflegen das „Miteinander – Füreinander“, sind Heimstatt für Menschen, die Solidarität brauchen und gleichermaßen für Menschen, die Solidarität geben können. Die Arbeit in den Mitgliedergruppen wird entsprechend der volkssoli­darischen Tradition in Eigeninitiative ehrenamtlich geleistet. Die Mitgliedergruppen prägen durch ihr soziales und sozial-kulturelles Wirken wesentlich das Bild der Volkssolidarität in der Öffentlichkeit.

Sozialverband

Die Volkssolidarität ist ein Sozialverband, der die Interessen der Mitglieder der Volkssolidarität und der vielen sozial benachteiligten Menschen Deutschlands vor den Verantwortlichen der Politik vertritt und Probleme und Missstände aber auch konstruktive Vorschläge in die Öffentlichkeit trägt. Die sozialpolitische Interessenvertretung der Volkssolidarität ist vorrangig gerichtet auf:

  • die soziale Begleitung von Menschen auf dem Weg ins Alter als generationsübergreifende Arbeit, verbunden mit einer größeren Akzeptanz des Alters;
  • die Bewahrung und Förderung des Sozialen in der Gesellschaft und der Solidarität im Zusammenleben der Menschen;
  • den Einsatz für soziale Gerechtigkeit, insbesondere bei der weiteren Angleichung der Löhne und Renten sowie der Lebensverhältnisse in Ost und West,
  • die Erhöhung der gesellschaftlichen Wertschätzung des mitgestaltenden Ehrenamtes,
  • die Sicherung der politischen Teilhabe der älteren Generation und die Erhöhung ihrer Mitwirkungsrechte sowie den Erhalt und den Ausbau ihrer sozialen, sozialpflegerischen und sozialkulturellen Einrichtungen und Dienste.

Sozialer Dienstleister

Als Wohlfahrtsverband ist die Volkssolidarität sozialer Dienstleister. Die Leistungen sind dabei vielfältig und reichen von der Kinderbetreuung bis hin zur Seniorenpflege.

Die Mitglieder des Volkssolidarität Stadtverband Chemnitz e.V. sind in Wohngruppen organisiert, die von Wohngruppenleitungen geführt werden. Dazu gehören:

  • Wohngruppenleiter
  • Stellvertretender Wohngruppenleiter
  • Hauptkassierer
  • Revisor
  • Verantwortlicher für Kultur
  • Verantwortlicher für Soziales

Auf Grundlage von Halbjahres- oder Jahresplänen wird ein reges Wohngruppenleben mit einer Vielzahl von kulturellen Veranstaltungen organisiert. Laut Satzung stellt der Verein den Wohngruppen finanzielle Mittel zur Verfügung, um eine anspruchsvolle Umrahmung der Veranstaltungen zu sichern.
Die Wohngruppenleitung führt regelmäßig Wohngruppenberatungen durch, in denen die Umsetzung der gefassten Beschlüsse der Wohngruppe und des Stadtverbandes kontrolliert wird.  
Jede Wohngruppe wird durch einen von den Mitgliedern der Wohngruppe gewählten Delegierten auf den jährlichen Mitgliederversammlungen des Stadtverbandes vertreten. Er ist berechtigt und verpflichtet, die Wünsche und Hinweise der Mitglieder seiner Wohngruppe zum Ausdruck zu bringen und insbesondere gute Erfahrungen zu vermitteln. Er stimmt über die zu fassenden Beschlüsse ab und ist verpflichtet, die Mitglieder seiner Wohngruppe über die Ergebnisse der Beratungen zu informieren.  
 

  • Mitarbeit und Mitbestimmung in einer großen Gemeinschaft
  • Ehrenamtliches Engagement/ Nachbarschaftshilfe
  • „Miteinander – Füreinander“

Die Mitgliederbetreuung der knapp 5.000 Mitglieder steht im Mittelpunkt der Arbeit der Wohngruppen. Unterstützt werden die Wohngruppenleitungen durch über 600 ehrenamtliche Volkshelfer, die teilweise täglich für den Verein unterwegs sind, um Bedürftigen im Haushalt zu helfen, Einkaufen zu gehen und sie bei vielen anderen Dingen des täglichen Lebens zu begleiten, aber auch, um Einladungen und die Vereinszeitschrift „VS AKTUELL“ zu verteilen, Mitgliedsbeiträge zu kassieren oder betagte Mitglieder bei der Vorbereitung einer gemeinsamen Reise zu unterstützen.
Zunehmend helfen die Volkshelfer bei der Vermittlung von sozialen Diensten, damit die Mitglieder so lange wie möglich in der vertrauten Umgebung wohnen bleiben und jahrzehntelange Freundschaften erhalten können. Die auf Senioren abgestimmte Versicherungsmöglichkeiten werden besonders gern angenommen.

  • Organisation von Hilfen im Alltag
  • Vermittlung von sozialenDienstleistungsangeboten
  • Soziale und kulturelle Betreuung im Ehrenamt
  • Unterstützung ehrenamtlicher Tätigkeit im Verein
  • Anregung für künstlerische und kulturelle Selbstbetätigung in den Begegnungsstätten und Wohngruppen
  • Angebote für Gesprächsrunden,Informationsveranstaltungen,sportliche Betätigung, Unterhaltung
  • Reisen in Gemeinschafund mit Betreuung
  • Verbandsvorsorge, z. B. speziell auf Senioren abgestimmte Versicherungen

Seniorenchor feierte sein 40. Jubiläum

Das war ein erlebnisreiches Wochenende. Schließlich wird ein Chor nicht alle Tage 40 Jahre alt.

Begonnen hat alles schon sehr viel früher. Über ein Jahr arbeiteten wir an der Vorbereitung. An was nicht alles gedacht werden muss! Ein Saal wird gebraucht, Sponsoren und Helfer. Wie soll das Programm aussehen? Wer soll noch mit dabei sein? Wen soll man einladen? Wie soll die Festveranstaltung ablaufen u. s. w. Es ist so vieles, an das gedacht werden muss.

Aber schließlich war alles geschafft. Die Städtische Musikschule Chemnitz stellte uns großzügigerweise ihren neuen Konzertsaal zur Verfügung und organisierte gleich noch ein paar Schüler, die in unserem Festkonzert mitgewirkt haben. Finanzielle und organisatorische Hilfe gewährte uns die Volkssolidarität Chemnitz. Wir sind ja eine Wohngruppe dieses Verbandes. Und sie machte uns auch noch ein Geschenk in Form neuer Chormappen, schön: schwarz mit goldenem Logo. Die Werbung lief und die Ehrengäste wurden eingeladen. Das Programm stand fest und konnte eingeübt werden. Eine Chorwerkstatt im IFA-Hotel Schöneck half uns dabei.

Und nun war es so weit. Die Aufregung war groß, an diesem Sonnabend, dem 29. Juni 2019. Hinzu musste an diesem Tag die Hitze verkraftet werden. Noch einmal wurden die Aufstellung auf der Bühne und die wichtigsten Titel geprobt. 

Jetzt kamen die Besucher. Wenn auch nicht alle eingeladenen Gäste kommen konnten, haben wir uns besonders über die Teilnahme des Präsidenten des Sächsischen Chorverbandes, des Präsidenten des Musikbundes Chemnitz sowie  des Vorsitzenden und der Geschäftsführerin der Volkssolidarität Chemnitz gefreut. Besonders gern haben wir auch Rolf Schneider begrüßt, der als langjähriger künstlerischer Leiter der Chortreffen der Volkssolidarität eine ganz besondere Beziehung zu unserem Chor hat.

Begonnen haben wir dann unser Programm mit dem „Entertainer“, quasi als Einladung an die Zuhörer, und beendet mit „Die Himmel erzählen …“ aus der „Schöpfung“ von Joseph Haydn. Dazwischen ein buntes Programm, unterbrochen von den Darbietungen von vier Schülern der Musikschule, einem Harfentrio und einem Pianisten, bei denen wir uns ganz besonders für ihr gutes Spiel bedanken. Unseren Zuschauern, es waren allerhand zu dem Konzert gekommen, scheint es auch gefallen zu haben. Das konnten wir am Applaus ablesen. Nach kurzen Grußworten von den Präsidenten des Sächsischen Chorverbandes, Horst Wehner, und vom Musikbund Chemnitz, Carsten Walther, beendeten wir das Programm mit „Viva la musica“ endgültig. Wir waren erleichtert, dass alles so gut funktioniert hatte und dass das Publikum mit uns zufrieden war.

Nun fehlte nur noch eine Veranstaltung. Unsere eigene, interne Jubiläumsfeier. Die folgte dann am darauffolgenden Montag. Es wurde wieder ein schöner Nachmittag. Wir haben nur einmal zur Eröffnung gesungen. Nach einem gemütlichen Kaffeetrinken haben uns dann Ellen Haddenhorst-Lusensky mit ihrem Gesang, Wortwitz und Steppgesang, sowie Rita Rappicka am Klavier ein wunderschönes musikalisches Programm geboten. So richtig nach unserem Geschmack. Zwischendurch hat dann noch Andreas Lasseck als Vorsitzender der Volkssolidarität Chemnitz verdienstvolle Chormitglieder mit einer Urkunde und alle Sängerinnen und Sänger mit einer Rose geehrt. Apropos Geschmack. Der wurde dann noch mit einem sehr schönen, delikaten kalt-/warmen Buffet befriedigt, das schön anzusehen war, vor allem aber sehr gut geschmeckt hat. Das war der krönende Abschluss.

Es bleibt uns nun nur noch, uns bei allen zu bedanken, die an der Verwirklichung und Gestaltung dieser beiden Tage in allen Belangen mitgeholfen haben. Vor allem noch einmal Dank an die Volkssolidarität Chemnitz für die großzügige Unterstützung und der Leitung des Chores für die immense Arbeit, die sie in  der Vorbereitung und Durchführung geleistet hat, aber auch Andreas Wolf-Kather, die Zentralküche und den Mitarbeitern des Stadtteiltreffs Clausstraße für die Hilfe und Unterstützung.

Nun geht der Chor erst einmal in die Sommerpause, um dann mit frischer Kraft zu unseren Auftritten am 28. August im Sozialen Zentrum Mozartstraße und am 28. September zur Landesgartenschau in Frankenberg zurückzukehren.

aus VS Aktuell 3/2019, erschienen im 

 VS Aktuell    VS Aktuell 3/2019   Aus den Wohngruppen   Seniorenchor