Sozialstation mit Ideen

Es ist kein einfacher Job, besonders im Winter: Jeden Tag bei Wind und Wetter sind die Mitarbeiter der Pflege sowie die Hauswirtschaftshelfer der Sozialstation Scheffelstraße mit dem Auto oder auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln und zu Fuß unterwegs, um pflegebedürftige Menschen zu betreuen. Sie waschen die Betreuten, wechseln Verbände, messen Blutdruck und Blutzucker, geben Spritzen oder reinigen die Wohnung, gehen Einkaufen und vieles andere mehr. Dabei haben sie immer ein offenes Ohr für die Betreuten und hören sich auch ihre Sorgen und Nöte an. Dass viele pflegebedürftige Menschen noch in ihren eigenen vier Wänden wohnen können, verdanken sie unter anderem den Mitarbeitern der Sozialstation.

Seit einigen Jahren bietet die Einrichtung auf der Scheffelstraße zudem eine besondere Betreuung für an Demenz erkrankte Menschen an. „Was gemacht wird, können die Betreuten meist selber bestimmen“, berichtet Sabine Mauersberger, die die Arbeit der Tagesbetreuung koordiniert. „Wir führen beispielsweise mit ihnen Gedächtnistraining durch, treiben gemeinsam Sport, kochen zusammen oder trainieren das Laufen und Treppensteigen, um Unfällen vorzubeugen. Vieles dient zum Erhalt der Fertigkeiten unserer Betreuten. Besonders erwähnenswert sind die gemeinsamen Ausflüge, die regelmäßig auf dem Programm stehen und vielen Betreuten die Möglichkeit geben, einmal etwas anderes zu erleben. Im Urlaub waren wir auch schon zusammen.“ Dabei hat das Team der Tagesbetreuung immer wieder neue Ideen. So wurden im Sommer bei einem „Camping-Tag“ die Zelte auf dem Gelände der Sozialstation aufgeschlagen. Gemeinsam mit den Betreuten wurde gegrillt, Roster mit Kartoffelsalat gab es auf echtem Camping-Geschirr. Die Mittagsruhe wurde auf Liegen und in den Zelten abgehalten. „Das war für alle ein richtiges Erlebnis! Nächstes Jahr wollen wir mit einigen vielleicht auch einmal im Zelt übernachten“, erzählt Sabine Mauersberger, „Hauptsache ist, es bereitet unseren Betreuten Spaß!“

„Wir sind ein gutes Team“, berichtet Sabine Mauersberger, die sich auch um die Koordinierung der Hauswirtschaftshilfe der Sozialstation kümmert, „und das nicht nur in der Tagesbetreuung, sondern im gesamten Haus.“ Vor wenigen Wochen hat der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) die Sozialstation geprüft. Das Ergebnis ist die Bestnote 1,0 gewesen, die bisher nur sehr selten vergeben wurde. Sabine Mauerberger freut sich: „Das haben wir alle gemeinsam geschafft!“