Rampe für barrierefreies Wohnen übergeben

Betreutes Wohnen auch für Senioren mit Grundsicherungsrente erschwinglich

Die Mieter des Wohnhauses Hilbersdorfer Straße 74 können sich seit dem 10. Dezember 2009 über einen barrierefreien Zugang zu ihrem Gebäude freuen. Zusammen mit der Eigentümergemeinschaft des Hauses hat der Betreiber der Wohnanlage für Betreutes Wohnen, der Volkssolidarität Stadtverband Chemnitz e.V., den Bau einer Rampe finanziert, um somit auch Mietern mit Rollatoren oder mit Rollstühlen den einfachen Zugang zu allen Etagen des Hauses zu ermöglichen. „Die zwei Treppenstufen, die noch im Haus gewesen sind, waren für einige Bewohner nur mit Mühen zu überwinden“, erinnert sich Ulrike Ullrich, die Geschäftsführerin des Volkssolidarität Stadtverband Chemnitz e. V. Gemeinsam mit Thomas Ribka von der Hausverwaltung CASA GRANDE, die die Eigentümergemeinschaft vertritt, übergab sie die Rampe an die Mieter.

„Unsere Mitglieder haben an dem Bau der Rampe fleißig mitgewirkt“, freut sich Ulrike Ullrich, „Sie haben nämlich bei der diesjährigen Listensammlung dafür gesammelt. Die Spenden sollen darüber hinaus künftigen Mietern des Hauses zu Gute kommen, die nur über eine Grundsicherungsrente verfügen.“ Dazu soll ihnen nicht nur eine angemessene und erschwingliche Miete und moderate Ratenzahlungsbedingungen für die Kaution angeboten werden, sondern sie haben auch die Wahl, einen Betreuungsvertrag mit einem etwas geringeren Umfang als gewöhnlich zu wählen. „Natürlich ist der Hausnotruf mit dabei“, erklärt die Geschäftsführerin, „die Betreuung durch unseren Sozialarbeiter ist jedoch zeitlich begrenzt.“

Besonders angetan ist Ulrike Ullrich davon, dass alle Mieter der Hilbersdorfer Straße 74 mit dem Vorhaben der Volkssolidarität, das Haus auch für Mieter mit Grundsicherungsrente lukrativ zu gestalten, einverstanden sind. „Wir befürchteten Bedenken seitens der Bewohner, aber sie standen von Anfang an hinter unserer Idee und freuen sich auf eine gute Gemeinschaft mit den neuen Mietern. Viele Senioren mit Grundsicherungsrente sind ja auch unverschuldet in diese Situation gekommen, indem sie beispielsweise früher einfach verkürzt gearbeitet haben. Ihnen zu helfen, ist ein Grundanliegen der Volkssolidarität.“ Auch das Sozialamt begrüßt dieses neue Angebot in der Stadt Chemnitz.

Weitere Informationen zum Betreuten Wohnen in der Hilbersdorfer Straße gibt es in der Wohnberatungsstelle der Volkssolidarität Chemnitz (Clausstraße 33) oder telefonisch unter der Nummer 0371 5385-119.