Entspannungsurlaub für Demenzkranke

An Demenz erkrankte Menschen unternahmen mit der Volkssolidarität einen Ausflug nach Bad Sulza

Mit an Demenz erkrankten Menschen in den Urlaub zu fahren – diesen Versuch unternahmen die Mitarbeiter der Tagesbetreuung der Volkssolidarität Chemnitz in der Scheffelstraße 8 bereits im vergangenen Jahr und verbrachten mit ihnen fünf Tage im Ostseebad Kühlungsborn. „Die riesige Freude unserer Betreuten bewegte uns dazu, erneut einen Ausflug zu organisieren“ erzählt Sabine Mauersberger, Altentherapeutin und Leiterin der Tagesbetreuung.

Zusammen mit dem Reisebüro am Rosenhof 11 suchten die Mitarbeiter nach einem neuen Urlaubsziel und fanden es in der Toskana Therme Bad Sulza. „Wir hatten in der Kuranlage alles kompakt vor Ort, sogar eine medizinische Betreuung wäre in Notfällen möglich gewesen“, sagt Sabine Mauerberger. Und so machten sich am 8. Juni zwei Mitarbeiter mit 10 Betreuten auf den Weg in die thüringische Kurstadt.

Ganz unter dem Motto „Entspannung pur“ wurden verschiedene Angebote der Therme gebucht. So standen zum Beispiel Inhalationstherapie, Gruppengymnastik und fachgerechte Massagen auf dem Programm. „Besonders schön fanden unsere Betreuten jedoch das Thermalbad“, berichtet Altentherapeutin Heike Rüffert, „Da entsprechende Hilfsmittel wie ein Lifter vor Ort vorhanden sind, konnten auch unsere schwerst gehbehinderten Patienten ins warme Nass. Im Wasser konnten sie stehen, sich etwas bewegen und wir spürten, dass sie für kurze Zeit ihre schwere Last der Behinderung los wurden.“

Für die Mitarbeiter waren die vier Tage Ausflug natürlich mit wenig Entspannung verbunden, sondern mit viel Arbeit rund um die Uhr. Selbst mitten in der Nacht waren sie für die Belange ihrer Betreuten da, und das gern. „Ohne unsere Ehrenamtliche hätten wir das alles nicht geschafft“, ist sich Sabine Mauersberger sicher. Margarete Littmann war es ein Bedürfnis, mit dabei zu sein. Sie hatte ihren Aufenthalt privat gebucht und dann selbstverständlich vor Ort tatkräftig mitgeholfen.

„Wir haben gefühlt, dass unsere Betreuten einfach glücklich gewesen sind,“ resümiert Sabine Mauersberger, „und das ist uns Ansporn genug, die mit dem Ausflug verbundenen Strapazen ein wenig zu vergessen und mit Freude schon mal an die Planung des nächsten Ausfluges zu gehen.“