Flüchtlinge in Chemnitz erzählen

Gesprächsnotizen von Stadtrat Andreas Wolf-Kather, Fachgebietsleiter sozio-kulturelle Betreuung und Mitgliederbetreuung

Mit Unterstützung von Sozialbetreuern der Volkssolidarität haben Flüchtlinge zur Veranstaltung „Asylbewerber erzählen“ im Rahmen der Interkulturellen Wochen in Chemnitz am 30. September im Stadtteiltreff Clausstraße von den Umständen ihrer Flucht erzählt und einen Einblick in ihr Leben gegeben. 

Die Fragen:

  • Weshalb gebt Ihr vor Ort alles auf und nehmt den beschwerlichen Weg nach Deutschland auf Euch?  
  • Wie kann man als Mann nur seine Familie in der Heimat lassen?

Einige Antworten:

  • „Wir haben zwei Kriege erlebt. Es wurden neue Bomben mit Phosphor ausprobiert!“
  • „Viele dürfen in unserem Land keine Schule besuchen, nicht studieren.“
  • „Bei den Angriffen teilen sich oftmals die Familien in ihren Wohnungen auf. Wird die eine Hausseite von Bomben getroffen, können vielleicht einige Familienmitglieder auf der anderen Hausseite überleben!“
  • „Die Hauptsache ist, aus dieser Situation herauszukommen!“
  • „Wir haben nur das Leben! Und fliehen hierher.“
  • „Nur die stärksten Familienmitglieder können sich zu euch nach Deutschland durchkämpfen. Das sind nun mal die Männer und Söhne.“ 
  • „Ihr habt hier Sicherheit, deshalb ist das Ziel, unsere Familie legal hierher zu bekommen!“
  • „Wir kommen nicht, weil wir vorher 7 € je Stunde verdient haben und jetzt hier vielleicht 9 € erhalten. Wir haben alles verloren!“
  • „Es ist wichtig für unsere Familie, für unsere Kinder!“